Freitag, 10. Dezember 2010

TA lehnt Mobilfunkmast ab

In öffentlicher Sitzung hat sich eine deutliche Mehrheit des technischen Ausschusses gegen einen Bauantrag eines Mobilfunkbetreibers ausgesprochen, der auf Becksteiner Gemarkung einen Sendemast erstellen will, um eine bessere Versorgung vor allem von Königshofen und Unterbalbach zu erreichen. Das wird zwar nicht viel nützen, denn letztlich wird das Landratsamt vermutlich den Bau dennoch genehmigen, dennoch sollte dies ein Zeichen sein, dass dem Wildwuchs von Funkantennen Einhalt zu gebieten ist. Direkt neben dem geplanten Mast steht bereits ein weiterer Mast eines anderen Betreibers (siehe oben, Blick von Königshofen)....
Die einzige Möglichkeit, wirksam gegen weitere Masten vorzugehen, scheint in einem Bebauungsplan zu liegen, der für die Gesamtstadt diejenigen Flächen ausweist, von denen aus die Ortsteile am besten versorgt werden können. Das jedoch wollte letztlich keiner beschließen, denn das hätte eine automatische Baugenehmigung für diese Flächen nach sich gezogen. Und bestehende Masten dürften ohnehin stehen bleiben.
Sehr interessant dürfte auch sein, zu erfahren, wem denn die Flächen gehören (und seit wann), auf denen solche Masten gestellt werden und wofür die Mobilfunkbetreiber sicher ordentliche Mieten zahlen....

1 Kommentar:

  1. Ja die ersten (mündlichen) Reaktionen auf den Post habe ich schon erhalten: Gibst du dein Handy dann ab, weil ohne Mast kein Handy?

    Nein, Masten braucht man sicher, aber warum für jeden Betreiber einen eigenen? Hier sind die Höhen des "lieblichen Taubertals" voll davon. Unser Vorschlag war, dass es ein paar "ideale" Stellplätze gibt, an denen jeweils 1 Mast steht, an den alle ihre Antennen hängen dürfen. War aber nur über einen Bebauungsplan zu verwirklichen. Und damit hätte man schon ohne konkreten Bauantrag riesige Diskussionen unter den Betroffenen ausgelöst und außerdem allen künftigen Mobilfunkanbietern eien "Freischein" erteilt. Abgesehen von den jeweiligen Eigentümern der Grundstücke, die entweder gegen Masten sind, oder daran verdienen wollen....
    Also ist es bei der eher symbolischen Ablehnung des aktuellen Baugesuchs geblieben, mit entsprechender Begründung.

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