Samstag, 28. März 2009

Großprojekte in Lauda

Als derzeitiger Stadtrat will ich ein Forum überdie Reihenfolge der geplanten Großprojekte anregen.Es geht die Entscheidung zwischen Hallenbadsanierung,Schulmensa mit Selbstlernzentrum undneue Unterführung Nord in Lauda.Insbesondere zu letztem Thema würde mich die Meinung der Bevölkerung interessieren.

Michael Geier

Sonntag, 1. März 2009

Trinkwasser trinken?

"Das Wasser ist am besten an der Quelle", will uns ein altes Sprichwort weismachen. Ob das derzeit in Lauda-Königshofen wirklich so ist, fragen sich viele Mitbürger spätestens seit einem Zeitungsbericht am 13.2.2009 über ein Gespräch mit Bürgermeister Maertens, Stadtkämmerer Haberkorn und Tiefbauabteilungsleiter Gehrig.

"Bei den Untersuchungen 2008 wurde erstmals eine Überschreitung des Grenzwertes von 0,1 Mikrogramm je Liter, das bedeutet ein Zehnmillionstel, für das Pflanzenschutzmittel-Abbauprodukt Dimethylsulfamid (DMSA) in insgesamt acht Anlagen nachgewiesen, wobei aus diesen Stellen die Stadtteile Königshofen und Beckstein sowie Lauda (ohne Oberzone), Gerlachsheim und Marbach mit Trinkwasser versorgt werden", hieß es. Bei DMSA handele es sich um ein Abbauprodukt (Metabolit) des Pflanzenschutzmittelwirkstoffes Tolylfluanid, bekannt unter dem Handelsnamen "Euparen", das man bisher hauptsächlich im Wein- und Obstbau, teilweise aber auch in häuslichen Kleingärten, gegen Pilzkrankheiten eingesetzt habe.

Verkauf und Anwendung seien hier inzwischen verboten, allerdings stufe das baden-württembergische Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum DMSA als relevantes Abbauprodukt im Sinne der Trinkwasserverordnung ein, so dass man dabei den Grenzwert von 0,1 beachten müsse. Nachdem das Umweltbundesamt als dauerhaft duldbaren gesundheitlichen Orientierungswert eine Konzentration von 1,0, und als vorübergehend erlaubte Höchstmarke einen Maßnahmewert beim Trinkwasser von 10,0 festgelegt habe, "wurde der Brunnen IV Lauda-Süd vom Netz genommen", der als einziger exakt die 1,0-Grenze erreichte." (FN, 13.02.2009)

Diese Grenzwertüberschreitung sei jedoch gesundheitlich unbedenklich und das Gesundheitsamt hat auch sogleich eine Genehmigung zum Weiterbetrieb erteilt, in der Hoffnung, dass durch das bestehende Verbot der Anwendung auch die Konzentration in den Quellen mittelfristig sinkt. Parallel dazu laufe auch eine Überlegung zur Zusammenführung und gemeinsamen Aufbereitung aller Trinkwasserquellen.

Taubertal.de bietet übrigens ganz interessante Infos zur Trinkwassergewinnung und -aufbereitung im Stadtgebiet:

http://www.messe-hessenpferd.de/609.html

PS: Ob Bier, Wein und andere Getränke weniger belastet sind, darf getrost bezweifelt werden...

;-)