Sonntag, 18. Oktober 2009

FBL im Gymnasium





Fraktion der FBL informiert sich über die Weiterentwicklung der Schulen.

Bei einem Treffen mit dem Leiter des Martin-Schleyer-Gymnasiums, Dr. Jürgen Gernert, ließen sich am 13.10.2009 die Mitglieder der Gemeinderatsfraktion vom Schulleiter über mögliche Entwicklungsperspektiven des MSG und die dafür notwendigen Unterstützungsmaßnahmen durch die Gemeinde als Schulträger informieren. Dr. Gernert berichtete zunächst von seinem kürzlichen Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ganztagsschulverbandes, H. Appel, und dessen Einschätzung der Möglichkeiten des MSG. So solle der Schultag nicht durch zusätzliche Stunden mehr Belastung für die Kinder bringen, sondern durch eine sinnvolle Rhythmisierung des Tages diesen entzerren und Druck von den Schülern nehmen. Dazu sei es auch nötig, mit kleinen Renovierungs- Verschönerungs- oder Möblierungsmaßnahmen die Schule so umzugestalten, dass sie von den Schülern als Tages-Lebensraum wahrgenommen werden kann. Wo Appel gar die Einrichtung einer Disco anregte, empfahl Dr. Gernert zumindest die Entrümpelung und Neuausstattung der Oberstufen-Aufenthaltsräume.
Ein Mensa-Neubau mit Selbstlernzentrum müsse entweder sofort in Angriff genommen werden, oder es müssten sofort durchführbare Umbauten an den einzelnen Schulen stattfinden, damit die Schülerströme aus den umliegenden Gemeinden weiterhin nach geleitet würden, weil Schüler und Eltern das Schulzentrum als attraktiven Standort wahrnehmen. In diesem Zusammenhang hob er auch das pädagogische Konzept des MSG hervor, das er mit seinem "sehr fitten" Kollegium umsetzen könne.
Bei einem Rundgang durch das Gebäude konnten sich die Stadträte selbst ein Bild vom Zustand der Räume und Einrichtungen machen. Erste Priorität habe laut Dr. Gernert die Einrichtung sowohl eines weiteren PC-Raumes als auch eines Raumes für die Naturwissenschaften. Dies solle bei einer Entscheidung der Gemeinde gegen den Mensa-Neubau möglichst noch in diesem Schuljahr umgesetzt werden. Nach der Renovierung anderer Schulen im Stadtgebiet sei nun endlich das Gymnasium "dran". Auch die Verwaltunsräume und das Lehrerzimmer seien in den 35 Jahren ihres Bestehens nicht nur zu klein geworden, sondern kämen auch den Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz in keinster Weise gerecht.
Dass die Cafeteria viel zu eng ist, ist seit langem bekannt. Kühlschränke auf dem Gang, ein "Büro" an einem Tisch im Kunst-Vorbereitungsraum, viel zu kleine Spülmaschinen und zu wenige Sitzplätze sprechen Bände. Dass dieser Zustand möglichst schnell behoben werden müsse, waren sich alle Anwesenden einig. Mitarbeiterinnen des Cafeteria-Teams berichteten von immerhin 15 000 Essen, die 2008 zubereitet worden sind und über 5 000 ehrenamtlichen Stunden, die von Eltern geleistet wurden. Besonders traurig seien alle über den ablehnenden Bescheid der Stadt bezüglich der die Weiterbeschäftigung einer behinderten und bestens ins Team integrierten jungen Mitarbeiterin. Man war sich einig, dass der dafür aufzuwendende Betrag von 2 500 Euro jährlich auf irgend eine Weise aufgebracht werden müsse.
Nach einem Besuch der "Beratungszelle" für den Verbindungslehrer und die Schulsozialarbeiterin unterstrich Dr. Gernert die Notwendigkeit sowohl einer Vollzeitstelle für diese Position als auch einer angemessenen Ausgestaltung des Beratungsplatzes. Nachdem auch die eher kostengünstig als ansprechend renovierten Toiletten begutachtet worden waren, hob Dr. Gernert seine Priorität für eine baldige Lösung gegenüber einer möglicherweise Jahre dauernden Neubaulösung für das Schulzentrum hervor und bedankte sich bei den anwesenden Vertretern der Freien Bürgerliste und des Cafeteria-Teams für die Zeit, die sie sich genommen haben, um sich selbst ein Bild von der Situation am Gymnasium zu machen.

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