Freitag, 15. Mai 2009

Orientalische Zackenschote bekämpfen

(Zitat aus Main-Netz.de:)
Landratsamt warnt: "Pflanzliche Neubürger" im Main-Tauber-Kreis auf dem Vormarsch - Verdrängung anderer Arten
Main-Tauber-Kreis Etwa drei Wochen nach Beginn der Rapsblüte erscheinen nun auch die Blüten der Orientalischen Zackenschote. Der flüchtige Betrachter wird die Pflanzen auch für Raps halten, doch hier handelt es sich um einen "pflanzlichen Neubürger" mit großer Ausbreitungsfähigkeit und Verdrängungskraft - um eine invasive Neophyten-Art.

Die FBL ruft alle Bürger von Lauda-Königshofen auf, enweder eigene Initiativen zur Bekämpfung dieser sich ausbreitenden Neophyten ins Leben zu rufen, oder sich am Freitag, 22.5. um 16:30 Uhr an unserer ersten Aktion zu beteiligen. Treffpunkt ist bei der Kaserne in Lauda. Bitte Hacke und Spaten mitbringen.

1 Kommentar:

  1. weitere Infos:
    Besonders stark hat sich ist die Art im mittleren Taubertal ausgebreitet. Von Straßenrändern ausgehend, ist die Pflanze mittlerweile in Streuobstwiesen und Trockenhänge eingedrungen und hat auch weit abgelegene Wegraine erreicht. Dort kann sie in wenigen Jahren die ursprüngliche artenreiche Vegetation vollständig verdrängen und eintönige Bestände schaffen, die auch für Insekten uninteressant sind.

    Natürliche Gegenspieler (Fraßfeinde) fehlen, dies gilt auch für alle anderen invasiven Neophyten-Arten. Neben der Orientalischen Zackenschote sind dies im Main-Tauber-Kreis der Riesenbärenklau, die Kugeldistel, das Indische Springkraut, der Japanische Staudenknöterich und die Kanadische Goldrute.

    Frühzeitig eingreifen Das Landratsamt appelliert daher an alle Grundeigentümer und Bewirtschafter, ihre Flächen auf diese Problemarten hin zu untersuchen und schon beim Auftreten einzelner Exemplare rasch einzugreifen. Auch Naturschutzvereine, Obst- und Gartenbauvereine, Imker, Forstleute, Jäger, die Bauhöfe der Gemeinden und die Straßenmeistereien werden aufgerufen, in diesem Jahr ihre Bekämpfungsaktivitäten fortzusetzen und, wenn möglich, noch zu verstärken.

    Um die Ausbreitung durch Samen zu verhindern, ist es zumindest erforderlich, die Pflanze während der Blütezeit zu mähen, besser ist das Abstechen mit dem Spaten. Mit einer einmaligen Aktion ist es allerdings nicht getan, da die Pflanze aufgrund ihrer tief reichenden Pfahlwurzel über ein enormes Regenerations-Potenzial verfügt. Eine Hilfe zur Aufklärung über Neophyten leistet die vom Landratsamt vor einem Jahr aufgelegte Broschüre "Pflanzliche Neubürger als Problempflanzen - Invasive Neophyten im Main-Tauber-Kreis", in der die einzelnen Arten charakterisiert und Bekämpfungsmöglichkeiten beschrieben sind. red Auskünfte zu Neophyten gibt Armin Härtig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis, 0 93 41/82-57 72, E-Mail: armin.haertig@main-tauber-kreis.de. Bei ihm kann auch die kostenlose Broschüre angefordert werden. Diese kann auch im Internet unter www.main-tauber-kreis.de auf den Seiten des Umweltschutzamtes unter "Aktuelles" abgerufen werden.

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